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NGC 7129-33, eine Nebelregion im Cepheus
RA = 21 h 44.4 min, DEK = +66° 10´
Schwenken wir noch einmal in den Cepheus. Hier liegt
ein selten fotografiertes Nebelgebiet, das erst in einem genügend
großen Umgebungsfeld seine Wirkung entfaltet. NGC 7129-33 ist innerhalb
eines großen Molekülwolkenkomplexes entstanden. Der zentrale, junge
offene Sternhaufen NGC 7129 mit dem hellen B3-Stern BD+65°1638 von 10.2 mag
hat im Nebelinneren eine Höhlung frei geblasen. Dort kommen blaue
Reflexionsnebelsträhnen zum Vorschein, während der verdichtete Rand
eher in Richtung grau-braun liegt. Einige eingebettete kleine Nebelfetzen sind
definitiv rot, es handelt sich um Herbig-Haro-Objekte. Eines der hellsten ist
das kleine bogenförmige Objekt HH 103 AB, rechts oberen am schwachen
Nebelrand. Dazu gibt es in NGC 7129 etliche junge T Tauri-Sterne sowie von
Staubhüllen umgebene Protosterne. Sie zeugen von andauernder
Sternentstehung, denn sie haben noch nicht das Hauptreihenstadium
(Wasserstoffbrennen im Kern) erreicht! Große und dichte Staubwolken sind
aber auch vorhanden. Schaut man genau hin (Monitor evtl. etwas heller
einstellen), so bemerkt man, dass das Nebelfeld schwächer werdend auch
weit in die Umgebung hinausragt. Strähnige Nebelzonen setzen sich
beispielsweise nach links oben fort, von Dunkelwolken begleitet. So etwas kommt
erst bei langer Belichtungszeit zum Vorschein!
Ralf Mündlein von der VdS-Fachgruppe
Astrofotografie und Wolfgang Kloehr, der uns schon einige schöne
Ergebnisse präsentierte, haben hier zusammengearbeitet. Sie nutzten drei
(!) klare Oktobernächte, um dieses tiefe Bild mit einem
200-mm-Apochromaten (f = 1500 mm) zu erstellen (Norden links, Osten unten). Als
Kamera diente eine SBIG ST-10 XME. Das L-Bild wurde unter guten Luftbedingungen
gewonnen und 19 x 10 min belichtet. Die Farbauszüge entstanden im
2x2-Binningmodus. Ihre Belichtungszeit betrug 7 x 5 min (rot), 10 x 5 min
(blau) und 8 x 5 min (grün).
Kommentar von Ralf Mündlein: "Meine
Rohsummenbilder wurden von Wolfgang Kloehr zu dem vorliegenden finalen Farbbild
kunstvoll verarbeitet. Dafür hat Wolfgang wirklich ein Händchen." Dem
hat das AdW-Team nichts mehr hinzuzufügen. |