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Wüstenstimmung
Der Sternenhimmel ist ein geeignetes Motiv für
eine Kamera mit Stativ. Bei Langzeitbelichtungen gelingen dann schöne
Strichspuraufnahmen. Noch interessanter wird es, wenn die Nacht durch den Mond
erhellt wird und die Umgebung mit im Bild festgehalten werden kann. Und wenn
sich das Ganze dann auch noch in einer Superlandschaft abspielt, gibt es nichts
zu toppen!
Werner E. Celnik, Mitglied der VdS-Fachgruppe
Astrofotografie, hatte im letzten Herbst mit Astro-Kollegen eine Exkursion in
die libysche Wüste unternommen. Im Felslabyrinth des Maradret (gelegen auf
09° 57.0' Ost, 25° 49.0' Nord) entstand dann am 28.10.2007 um ca. 20:30
MEZ diese beeindruckende Aufnahme des zu 3/4 vollen aufgehenden Mondes vor den
Sternbildern Taurus und Auriga. Mit einer feststehenden 6x6-Kamera und Objektiv
1:2,8/50 mm wurde auf Farbdiafilm Fujichrome ISO 100 nur 10 s belichtet. In
dieser kurzen Zeit blieb die Erdrotation "eingefroren", d.h. die Sterne konnten
als saubere Punkte abgebildet werden. Zudem erhellt das vom gelben Sand
reflektierte Mondlicht die Wolken am Horizont von unten. Frage des Bildautors:
"Eigentlich sollte es nur ein Stimmungsfoto der Mondnacht in der Wüste
werden, doch bei so vielen Sternen darauf ist es doch ein Astrofoto, oder
nicht?" Unsere Antwort: Es ist ein Astrofoto, ohne Zweifel. Und dazu eines mit
bewährter, filmtechnischer Ausrüstung. Ein sehr gelungenes Bild, und
es spornt zum Nachahmen an! |