Dezember 2005 |
|
Der Jahresabschluss im Dezember beginnt mit einer Periode von
kleineren Strömen, welche durch ihre Raten in der mondlosen Dekade gut
beobachtet werden können.
Die nördlichen chi-Orioniden (XOR) sind zu
Monatsbeginn bereits aktiv und bis zum 15. 12. beobachtbar. Sie erreichen am
2.12. ihr schwach ausgeprägtes Maximum mit einer Rate von ca. 3
Meteoren/Std. Hier sollte man mit Plotting die mondlosen Nächte (Neumond
am 1.12.) nutzen, um exakte Radiantstrukturen zu ermitteln. Dieser Strom
besteht aus zwei Radianten, wobei die südlichere bisher nicht exakt
bestimmt ist. Er scheint eine Fortsetzung des ekliptikalen Komplexes der
Tauriden zu sein, der bis Ende November aktiv ist.
Mit den Monocerotiden (MON) und den σ-Hydriden (HYD) sind zwei weitere Ströme aktiv,
welche gut verfolgt werden können. Bei beiden gibt es bezüglich des
Maximumszeitpunktes (9.12. MON, 12.12. HYD) Verschiebungen bis zu 6 Tagen. Bei
den Monocerotiden ist dies der 15./16.12., die Daten der s-Hydriden weisen auf
ein theoretisches Maximum um den 6.12. herum hin. Die Raten liegen um 3
Meteore/Std.
Der Hauptstrom im Dezember, die Geminiden (GEM), sind in
diesem Jahr aufgrund der Mondphase (Vollmond am 15.12.) nur eingeschränkt
beobachtbar. Zu Beginn der Aktivität am 7.12. sind noch günstige
Bedingungen, das Maximum am 14.12. ist durch den Mond gestört - vielleicht
lassen sich einige hellere Meteore in der Maximumsnacht, klaren Himmel
vorausgesetzt, beobachten.
Gleiches trifft auf die Coma-Bereniciden (COM) zu. Dieser
kleine Strom, welcher von Mitte Dezember bis in die letzte Januar-Dekade aktiv
ist, hebt sich mit einer Rate von 5 Meteoren/Std. kaum vom sporadischen
Background ab. Das Maximum am 19.12. ist wie bei den Geminiden nur
eingeschränkt beobachtbar.
Die Ursiden (URS) mit ihrem zirkumpolaren Radianten sind
in der "Nachvollmondzeit" aktiv. Sie erreichen am 22.12. gegen 13 Uhr UTC ihr
Maximum. Der abnehmende Mond geht an diesem Tag gegen 23 Uhr MEZ auf, somit
werden einige Ursiden-Meteore zu beobachten sein; die Rate liegt etwa bei 10
Meteoren/Std., jedoch gibt es Variationen bis zu 50 Meteoren/Std., die
beobachtet werden können. Auch danach können Beobachtungen, wenn auch
mit "Knolleneinschränkung", bis zum Ende der Aktivität am 26.12.
durchgeführt werden. |
| |
| |
November 2005 |
|
Als Hauptstrom im November werden die Leoniden (LEO)
für ein Schauspiel bei Mondlicht sorgen. Die Raten werden wie im Vorjahr
um 10 Meteore/Std. liegen. Das Maximum wird am 17.11. um 14h30m UT erwartet.
Jedoch gibt es eine Maximumsrechnung von M. Maslow und J. Vaubaillon, welche am
21.11. um 1h10m UT ein kleines Maximum auftreten lässt. Der einzige Trail
von 1167, welcher der Erde am nächsten kommt, wird auch hier für
keine erhöhten Raten sorgen.
Die α-Monocerotiden (AMO)
sind vom 15. bis 25.11. aktiv und erreichen ihr Maximum am 21.11., die ZHRs
bewegen sich um 5 Meteore/Std. Dieser Strom ist immer für
Überraschungen gut; 1995 wurde ein Ausbruch mit Raten um 400 Meteore/Std.
registriert. Die Mondphase erschwert allerdings eine Beobachtung (Vollmond
16.11), obwohl der Radiant gegen 23 Uhr in geeigneter Höhe über dem
Horizont steht. Man sollte trotzdem mit Plotting einige Beobachtungen bei guten
Wetterbedingungen durchführen.
Die nördlichen (NTA) und südlichen
Tauriden (STA) begleiten uns bis in die letzte Novemberdekade mit ihrer
Aktivität. Dabei ist besonders die erste Monatshälfte interessant,
die mondlose Zeit sollte für Beobachtungen genutzt werden. |
| |
| |
Oktober 2005 |
|
In der ersten Oktoberdekade beenden die δ-Aurigiden (DAU) ihren Aktivitätszeitraum und
es können noch Meteore dieses Stroms, auch bedingt durch die günstige
Mondphase (3.10. Neumond), beobachtet werden.
Einen günstigen Blick wird der Beobachter auch auf die
Draconiden (GIA) haben, die zwischen dem 6. und 10.10. am Firmament
für Aktivität sorgen. Dieser Strom ist durch periodische
Häufungen von Aktivitätsausbrüchen bekannt. Beim letzten
Ausbruch 1998 war der Ursprungskörper, der Komet 21P/Giacobini-Zinner, im
November jenen Jahres im Perihel. Auch in diesem Jahr hatte dieser sein Perihel
bereits im Juli. Ob sich daraus eine erhöhte Aktivität im obigen
Zeitraum ergibt, ist nicht klar. Die Sonnenlänge des Ausbruchs von 1998
war 195.075°, was mit dem diesjährigen theoretischen Maximum am 8.10.
um 8h15m UT äquivalent wäre. Seine langsamen Meteore sind
auffällig.
Die Maxima der Orioniden (ORI) am 21.10. sowie die der
ε-Geminiden (EGE) am 18.10. sind aufgrund
der Mondphase (17.10. Vollmond) eingeschränkt beobachtbar. Zumindest vor
Vollmond ist die erste Nachthälfte zu empfehlen, die letzte Oktoberdekade
bietet sich wieder für Beobachtungen an (25.10. Letztes Viertel).
Zu guter Letzt beginnen am 1.10. die nördlichen (NTA) und
südlichen Tauriden (STA) ihre Aktivität, die bis in die letzte
Novemberdekade reicht. Hierbei werden bei diesem ekliptikalen Komplex Raten von
5 Meteore/Std. erreicht. Daneben gibt es auch Variationen in der
Aktivität, so dass auch gehäuft hellere Meteore auftreten
können. Das Plotten versteht sich hier von selbst, um genauere
Radiantstrukturen zu erkennen. |
| |
| |
September 2005 |
|
Da sich Ende August aufgrund der Mondphase die
Beobachtungsbedingungen verbessern, beginnt der September für den
Beobachter, abgesehen von den Wetterbedingungen, recht freundlich. Die erste
Monatshälfte ist für Beobachtungen wärmstens zu empfehlen, da
sich gleich zu Beginn der erste interessante Strom dieses Monats am Himmel
verfolgen lässt. Mit den α-Aurigiden
(AUR) erreicht am 1.9. dieser Strom sein Maximum, der noch bis 8.9. aktiv ist.
Die Maximumszeit liegt um 0 Uhr UT (Sonnenlänge 158,6°), die ZHR liegt
um 7 Meteore/Std. Der Radiant erreicht ca. 23h bis 0h MESZ die optimale
Höhe über dem Horizont.
Seit 1986 sind Daten über diesen Strom in der Datenbank
vorhanden, wobei auch Outbursts mit mittleren Zenitraten von 30-40 Meteore/Std.
in den Jahren 1986 und 1994 auftraten. Aus der Literatur ist auch ein Ausbruch
im Jahre 1935 bekannt geworden. Die anderen Jahre bis einschliesslich 2004
zeigten keine erhöhten Raten.
Die δ-Aurigiden (DAU) als
weiterer Strom sind ab 5.9. aktiv und beenden die Aktivität in der ersten
Oktoberdekade. Der Strom repräsentiert wahrscheinlich zwei kleinere
Ströme, ist daher auch unter der Bezeichnung "September-Perseiden"
bekannt. Die Raten erreichen zum Maximum am 9.9. Werte um 5 Meteore/Std. Im
gesamten Aktivitätszeitraum bleiben diese niedrig, ausser am 23./24.9.
besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für ein "Sub-Maximum" bei
Sonnenlänge von 181°. Auch hier werden die Raten kaum 3 Meteore/Std.
überschreiten. Die Mondphase (Letztes Viertel 25.9.) erschwert vielleicht
den Nachweis.
Zwischen beiden genannten Strömen bleibt noch ein Blick auf
die Pisciden (SPI) zu werfen, welche im gesamten September aktiv sind
und mit Raten um 3 Meteore/Std. aus südlichen Deklinationen die
Aktivität etwas bereichern. |
| |
| |
August 2005 |
|
Der August startet mit einer mondlosen Periode (Neumond am
5.8.), so dass besonders der Aquaridenkomplex mit den südlichen (SDA) und
nördlichen δ-Aquariden (NDA) sowie den
südlichen ι-Aquariden (SIA) gut zu
beobachten sind, die Anfang August ihre schwach ausgeprägten Maxima (SIA
am 4.8., NDA am 8.8.) erreichen.
Dazu "gesellen" sich die α-Capricorniden (CAP), die bereits ihr Maximum am
30.7. hatten. Dieser Strom ist bekannt für langsame, mitunter helle
Meteore, die sich gut von der übrigen Stromaktivität abheben. Er ist
bis zum 15.8. aktiv.
Die Perseiden (PER) werden, trotz zunehmender Mondphase
(erstes Viertel am 13.8.) und bekanntermassen gute Wetterbedingungen
voraussgesetzt, der "Hauptstrom" dieses Monats bleiben.
Für das Maximum sind 2 Peaks in der Vergangenheit
interessant gewesen: ein möglicher erster am 12.8. um 18h30m UT
(Sonnenlänge 140.06°) sowie der "Traditionelle" am 12.8. im Zeitraum
von 17h bis 19h30m UT (Sonnenlänge 140.0-140.1°). Ein weiterer
Zeitpunkt wird von Esko Lyytinen und Vaubaillon angegeben: am 12.8. um 3h54m UT
(Sonnenlänge 139.478°). Die ZHRs liegen bei allen Daten bei ca. 100
Meteore/Std.
Wie das Maximum verläuft kann nur noch der Beobachter
selbst klären. Die Nächte davor und danach sind auch als wichtig zu
betrachten, vielleicht gibt es bei den Maxima größere
Verschiebungen. Der Radiant ist ca. ab 22 und 23 Uhr lokaler Zeit über dem
Horizont. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Beobachtingsintervalle von 10 min
(vielleicht auch 5 min um die mögliche Maximumszeit), um den Zeitpunkt
annähernd bestimmen zu können.
Mit den κ-Cygniden (KCG)
sowie den nördlichen ι-Aquariden (NIA)
"starten" zu Beginn des Monats zwei weitere Ströme mit ihrer
Aktivität, die durch die "mondlosere" Periode am Anfang gut beobachtet
werden können. Jedoch werden beide Maxima (KCG 17.8., NIA 19.8.) durch den
Vollmond beeinträchtigt. |
| |
| |
Juli 2005 |
|
Der Juli ist einer der Monate im Jahr, welcher mit einigen
interessanten Meteorströmen aufwarten kann. Am Anfang bis zur Monatsmitte
ist der ekliptikale Komplex der Sagittariden (SAG) noch mit seinen
niedrigen Raten in südlicheren Deklinationen aktiv.
Der erste auffällige Strom sind die Pegasiden (PEG),
die vom 7. bis 13.7. auftreten. Es ist ein recht kurzer
Aktivitätszeitraum, der schon durch einige "wolkige Nächte" für
visuelle Beobachter nicht beobachtbar wäre. Das Maximum tritt am 9.7. auf
und aufgrund der Mondphase (Neumond 6.7.) sind ideale Bedingungen gegeben. Es
bietet sich besonders die 2. Nachthälfte an. Die stündlichen Raten
bewegen sich um 3 Meteore/Std. und die Meteore fallen durch ihre hohe
Winkelgeschwindigkeit auf.
Die α-Capricorniden (CAP)
treten ab 3.7. auf. Sie bleiben bis zum Maximum am 29.7. mit geringen Raten
aktiv, wobei die langsamen Meteore sich gut von der übrigen Aktivität
abheben.
Mit den südlichen (SDA) und nördlichen (NDA)
δ-Aquariden beginnt um die Monatsmitte der
Aquariden-Komplex mit seiner Aktivität. Am Monatsende gesellen sich die
dazugehörigen südlichen i-Aquariden (SIA) hinzu. Die ZHR's liegen bei
ca. 5 Meteore/Std., wobei bei den südlichen δ-Aquariden schon ZHR's um 20 Meteore/Std. beobachtet
wurden. Aufgrund der relativen Nähe der einzelnen Radianten zueinander ist
eine sorgfältige Stromzuordnung notwendig. Hier sollte man dem Plotting
den Vorzug geben.
Die Piscis Austriniden (PAU) beginnen ab 15.7. ihre
Aktivität. Die Zenitraten sind ähnlich der Ströme des
Aquaridenkomplexes, auch hier gilt der Plotting-Hinweis. Auch die Perseiden
(PER) starten am 17.7., wobei die Raten sich bis zum Maximum noch steigern
werden. |
| |
| |
Juni 2005 |
|
Die kurzen Juni-Nächte geben anfangs von den Raten
ähnliche Werte wie der Mai her. Das hängt vor allem zusammen mit der
Aktivität der Sagittariden (SAG), welche uns noch bis in den Juli
hinein begleiten wird.
Aufgrund der diesjährigen Mondphase lassen sich die Raten
der beiden folgenden Ströme nicht vollständig verfolgen:
Die Juni-Lyriden (JLY) treten vom 11.6. bis 21.6. auf und
erreichen am 15.6. ihr Maximum. Der Mond steht an diesem Tag im ersten Viertel,
so dass es zu leichten "Einschränkungen" während der Beobachtung
kommt. Die Raten zum Maximum, welche sich zwischen 1-5 Meteore/Std. bewegen und
damit nur wenig über dem sporadischen Hintergrund liegen, heben sich aber
daher kaum ab. Jedoch sind in der Vergangenheit höhere Raten registriert
worden, so dass man durchaus Überraschendes erwarten könnte.
Die Juni-Bootiden (JBO), welche am Monatsende ihre
Aktivität beginnen, erreichen ihr Maximum bereits am 27.6. und sind bis
zum 2.7. aktiv. Auch hier gibt es Variationen in den Maximumsraten, wobei es
1998 zu einem spektakulären Ausbruch kam. Dabei wurden Raten zwischen 50
und 100 Meteore/Std. registriert. Der abnehmende Mond stört zwar besonders
in der 2. Nachthälfte, jedoch dürften höhere Raten, sofern sie
auftreten könnten, damit gut beobachtbar sein. |
| |
| |
Mai 2005 |
|
Nachdem das Frühjahr
mit den ersten interessanten Strömen aufwartete. werden wir zumindest
für die erste Maihälfte noch mit einem bekannten Strom zu tun haben,
der die kürzer werdenden Nächte für Beobachtungen lohnenswert
macht.
Die Rede ist von den Eta-Aquariden (ETA), welche am 5.
Mai ihr Maximum erreichen und gegen Monatsende die Aktivität ausklingen
lassen. Zur Sichtbarkeit des Radianten wurden bereits in der April-Ausgabe
einige Hinweise gegeben. Das Maximum erreicht der Strom am 5. Mai, 24 Uhr UT
bei Sonnenlänge = 45,5 Grad. Aufgrund der Mondphase und der Sichtbarkeit
in mittleren Breiten ist ein Verfolgen dieses Ereignisses nicht möglich.
Die frühen Morgenstunden der Nächte davor und danach
sind nutzbar, da auch die Mondphase günstig ist (Neumond am 8. Mai). Auch
hier sind natürlich wieder Ausflüge in südlichere Breiten
Europas möglich, um die Aktivität besser verfolgen zu
können.
Mit den Sagittariden (SAG) ist ein weiterer Vertreter der
ekliptikalen Komplexe aktiv. Er erreicht Ende Mai/ Anfang Juni etwas
höhere Raten, eine Garantie für das Ansteigen der Aktivität gibt
es jedoch nicht. Meist haben wir es ähnlich der Virginiden mit Raten um 5
Meteore/Std. zu tun. Kurze "Aktivitätsausbrüche" würden bei
Beobachtungskampagnen natürlich auffallen.
Auch für den Monat Mai gilt der abschliessende Hinweis,
dass Daten aus diesem Zeitraum rar sind und dringend einer Aktualisierung
bedürfen. Also viel Spass beim Beobachten ! |
| |
| |
April 2005 |
|
Mit Beginn des Frühjahrs sind die ersten Meteorströme
am nächtlichen Himmel zu beobachten, bei denen die Raten interessante
Datenanalysen erwarten lassen.
Die Lyriden (LYR), welche am 16. des Monats ihre
Aktivität beginnen, sind zumindest am Anfang gut zu verfolgen. Obwohl die
Mondphase dieses Jahr ungünstig ist (erstes Viertel am 16.), kann man
zumindest den Zeitraum bis etwa zum Maximum sinnvoll nutzen. Der zunehmende
Mond stört zwar, aber man sollte doch einige Meteore registrieren
können. Das Maximum, welches von Jahr zu Jahr leicht variiert, ist am 22.
April zwischen 2h30m und 13h30m UT zu erwarten. Aufgrund des Vollmondes am
24.4. lassen sich aber genaue Ratenprofile nicht erstellen, jedoch können
auch hellere Lyriden durchaus zu beobachten sein.
Als "Begleitstrom" leicht oberhalb des sporadischen Hintergrunds
sind die Sagittariden (SAG) zu nennen, welche ähnlich wie die
Virginiden am 15.4. mit ihrer Aktivität beginnen. Größere
Variationen in den Maximumsraten sind bei diesem Strom nicht zu erwarten. Die
Meteore fallen durch ihre relativ geringe Winkelgeschwindigkeit auf.
Wer im April einen Abstecher in südlichere Breiten
unternimmt wird einen Blick auf die eta-Aquariden (ETA) werfen
können. Dieser Strom beginnt am 19.4. seinen Aktivitätszeitraum. Der
Radiant erreicht in unseren Breiten erst in den frühen Morgenstunden
sinnvolle Höhen. Die schnellen und oft hellen Meteore, teilweise mit
Nachleuchtspuren, sind charakteristisch für diesen Strom. Als Besonderheit
bei der Beobachtung wäre noch zu nennen, das bei geringen
Radiantenhöhen der Eindruck längerer Bahnen entsteht, so dass die
Geschwindigkeit zu gering eingeschätzt wird. Hier ist eine
sorgfältige Zuordnung notwendig.
Der Strom, welchem der Komet 1P/Halley als Ursprungskörper
zugeordnet wird, erreicht am 5. Mai sein Maximum. Dieses Maximum variiert
zwischen dem 3. und 10. Mai, wobei Raten von 30 Meteore/Std. erreicht werden
können. Aus vergangenen Daten lässt sich eine 12jährige Periode,
wo auch höhere Peak-Raten auftraten, ableiten. Zum Maximum ist der Mond
nicht mehr allzu störend, der Radiant kulminiert um ca. 8 Uhr lokaler
Zeit. |
| |
| |
März 2005 |
|
Der Monat März ist durch seine meteorarme Zeit
geprägt. Wie auch schon in den vergangenen Jahren lässt sich die
Aktivität sehr gut verfolgen, besonders bietet sich aufgrund der Mondphase
diesmal die erste Monatshälfte an.
Die diesjährige Neumondphase lässt, gute
meteorologische Bedingungen voraussgesetzt, eine Beobachtung der
Delta-Leoniden (DLE) zu, die ihre Aktivität am 10.3. beenden. Die
geringen Raten unterhalb des sporadischen Backgrounds lassen sich diesmal
besser verfolgen, so dass sicher interessante Ergebnisse zu erwarten sind.
Mit den Virginiden (VIR) bleibt uns der erste ekliptikale
Komplex des Jahres am Nachthimmel erhalten. Die Raten schwanken
bekanntermaßen um 5 Meteore/Std. Beobachtungen aus diesem Zeitraum sind
auch für diesen Strom wieder sehr willkommen, da es doch in den
zurückliegenden Jahren teilweise große Lücken in den Daten
gibt.
Für die Beobachtungen sollte wieder vorzugsweise die 2.
Nachthälfte gewählt werden. |
| |
| |
Februar 2005 |
|
Traditionsgemäß ist der Monat Februar durch geringe
Raten nur knapp oberhalb des sporadischen "Backgrounds" bekannt.
Der ekliptikale Komplex der Virginiden (VIR) bleibt im
gesamten Zeitraum aktiv. Die Nächte der ersten Monatshälfte sind
dafür am geeignetsten. Ausgeprägte Maxima sind bei den geringen Raten
nicht zu erwarten, diese bewegen sich bei 5 Meteore/Std.
Ab Monatsmitte, dem 15.2. beginnen die Delta-Leoniden
(DLE) ihren Aktivitätszeitraum.
Da der Radiant während den gesamten Nachtstunden über
dem Horizont steht, ist besonders der Zeitraum bis zum Vollmond (24.2.)
sinnvoll zu nutzen. Das Maximum ist dann leider durch die Mondphase
gestört, so dass eine genaue Verfolgung der Aktivität nicht
möglich ist.
Die meteorarme Zeit im Februar und im Folgemonat März
lässt "angenehmes Plotting" zu, da je nach Beobachter mitunter nur ca. 5
Meteore je Stunde registriert werden können. Auch diesmal wieder der
Aufruf zu Beobachtungen, da aus diesem Zeitraum nur wenig Beobachtungsdaten
für die Analyse zur Verfügung stehen. |
| |
| |
Januar 2005 |
|
Die Quadrantiden (QUA), welche als erster Strom im
Jahresverlauf Raten um 120 Meteore/Std. erreichen können, sind im Zeitraum
vom 1. bis 5.1. aktiv und erreichen am 3.1. um 12h20m UT ihr Maximum. Daher
sind die Nächte 2./3.1. bzw. 3./4.1. für mögliche Beobachtungen
vorzuziehen. Der abnehmende Mond geht nach Mitternacht auf (Neumond 10.1.),
gerade zu dem Zeitpunkt, wo der Quadrantiden-Radiant in günstiger
Höhe über dem Horizont steht. Dies sollte jedoch nicht davon
abhalten, etwas von der Aktivität mitzubekommen.
Die weniger vom Mond beeinträchtigte Zeit ist günstig
für die Beobachtung der Delta-Cancriden (DCA), welche am 17.1. ihr
Maximum mit Raten um 4 Meteore/Std. erreichen. Dieser kleine Strom mit
teilweise helleren Meteoren weist einen diffusen Radianten mit wahrscheinlich
mehreren potentiellen "Neben-Radianten" auf. Visuelle Beobachter sollten
deshalb eine Radiant-Ausdehnung von ca. 20° in Alpha und ca. 10° in
Delta bei den Radiant-Positionen annehmen. Auch sollte wieder die Annahme eines
früheren Maximums am 11.1 bei Sonnenlänge = 291° mit in
Erwägung gezogen werden. Die Raten bleiben im gesamten
Aktivitätszeitraum mit ca. 3 Meteoren/Std. auf niedrigem Niveau.
Ab 25.1. beginnen die Virginiden (VIR) ihre
Aktivität, welche bis in den April hinein andauert. Die Raten liegen knapp
über dem sporadischem Background. Bedingt durch die Mondphase (25.1.
Vollmond) ist das letzte Monatsdrittel in diesem Jahr zur Suche nach
möglichen Radianten im Bereich Coma-Leo-Virgo nicht komplett
"knollenfrei", jedoch könnten bevorzugt in der ersten Nachthälfte
einige Beobachtungen zur Komplettierung bestehender Daten aus diesem Zeitraum
durchgeführt werden. |
| |
| |