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Meteore

Hinweise für den visuellen Beobachter
Diese Site wird betreut von Roland Winkler
 
August 2008
 
 

Anfang August sind durch den Neumond am 1.8. sehr gute Beobachtungsbedingungen vorhanden, so dass ein ungestörter Blick auf die Perseiden (PER) möglich ist. Der Radiant erreicht gegen 22 Uhr eine ausreichende Höhe. Das errechnete Maximum wird am 12.8. im Zeitraum von 11h30m bis 14h00m UT erreicht, was einer Sonnenlänge zwischen 140.0 und 140.1° entspricht. Die Raten können ca. 100 Meteore je Stunde erreichen, Outbursts sind nicht ausgeschlossen. Im vergangenem Jahr blieb dieser aus.

Neben den Perseiden bleiben noch die Ströme der Delta-Aquariiden (SDA) und der Capricorniden (CAP) bis etwa zur Monatsmitte aktiv. Dazu beginnen die Kappa-Cygniden ab 3.8. ihre Aktivität. Der zirkumpolare Radiant der Kappa-Cygniden mit seinen langsamen Meteore begleitet uns noch bis zum 25.8. Sie erreichen Raten um 3 Meteore je Stunde. Daneben wird uns auch die Anthelion Quelle (ANT) in der Capricornus/Aquarius-Region mit Raten um 3 weiterhin begleiten.

Ab dem 25.8. beginnen die Alpha Aurigiden ihren Aktivitätszeitraum. Der Neumond beschert bei geeigneten Wetterbedingungen ungestörten Blick auf das Maximum am 31.8. Die Raten liegen etwa im Bereich von 7 Meteoren je Stunde, mit möglichen höheren Raten zwischen 30 und 40. Diese wurden zuletzt im Jahre 1994 registriert.

 
Juli 2008
Anthelion Quelle
 
Capricorniden
 

Die günstige Mondphase Anfang Juli bzw. bis in die erste Julihälfte hinein bietet gute Bedingungen für die Beobachtung von 2 Strömen: Die Aktivität der α-Capricorniden (CAP) beginnt am 3.7. mit stündlichen Raten um 4 Meteore je Stunde. Bis zur Monatsmitte ist dieser Strom mit seinen langsamen Meteoren gut zu beobachten. Der 2. Strom, die südlichen δ-Aquariden (SDA), startet am 12.7. seinen Aktivitätszeitraum. Mit Raten von bis zu 20 Meteoren je Stunde sind die schnelleren Meteore von den Capricorniden gut zu unterscheiden.

Daneben begleitet uns die Anthelion-Quelle (ANT) mit Raten um 3 Meteore je Stunde in der Aquarius-Region. Ab dem 15.7. gesellen sich die Piscis Austriniden (PAU) dazu.

Wer also in der Aquariden-Region beobachtet, wird auch einzelne Meteore dieses Stromes beobachten können. Die ZHR bleibt unter 5, wobei durch die südliche Deklination des Radianten die beobachtete Rate niedriger sein wird. Die zunächst ungünstige Mondphase (Vollmond am 18.7.) wird zum Monatsende hin wieder sinnvolle Beobachtungen der oben genannten Ströme ermöglichen.

Die Perseiden starten ab dem 17. 7. ihre Aktivität. Der Radiant befindet sich im Juli südlich der Cassiopeia. Aufgrund der zunächst geringen Raten sollte man das Plotting bevorzugen. Anfang August sind durch den Neumond am 1.8. sehr gute Beobachtungsbedingungen vorhanden.

 
Juni 2008
Juni-Bootiden

Zum mondlosen Monatsbeginn (Neumond am 3.6.) ermöglichen die kurzen Juninächte entspanntes Plotting. Auch in diesem Jahr wird eine zwar geringe jedoch interessante Meteoraktivität erwartet.

Der Schwerpunkt der Anthelion Quelle (ANT) verlagert sich in den Bereich des Sagittarius. Wegen der geringen Radiantenhöhe ist jedoch die Anzahl der sichtbaren Meteore mit ZHRs um 3 gering.

Mit zunehmenden Mond verschlechtern sich jedoch die Bedingungen für die Beobachtung der Juni-Lyriden (LYR). Sie sind zwar nicht mehr in der Meteorstromliste aufgeführt, jedoch gibt es um das Maximum am 15.6. ein Möglichkeit für erhöhte Aktivität. Dies wird in diesem Jahr nur sehr eingeschränkt zu verfolgen sein.

Die Juni-Bootiden (JBO) treten zwischen dem 22.6. und 2.7. auf. Das wahrscheinlich eher breite Maximum wird am 27.6. gegen 02h30m UT erreicht. Der Mond beeinträchtigt zu Beginn des Aktivitätszeitraums die Beobachtung, um das Maximum herum werden die Bedingungen wegen der abnehmenden Mondphase wieder besser. Immerhin können Raten zwischen 20 und 50 Meteoren auftreten; beim letzten gut beobachteten Maximum im Jahre 2004 lagen sie in diesem Bereich.

 
Mai 2008
Eta-Aquariden

Der erste interessante Strom im Monat Mai, die Eta-Aquariden (ETA), erreicht am 5.5. sein Maximum. Da der Neumond in diesem Jahr mit dem Maximum zusammenfällt, ergeben sich bei geeignetem Wetter ideale Beobachtungsbedingungen. Der Radiant erscheint erst in den frühen Morgenstunden über dem Horizont. In Mitteleuropa bleibt die Anzahl der sichtbaren Strommeteore selbst um das Maximum sehr gering (unter fünf in der letzten Stunde vor der Dämmerung), dazu kommen natürlich noch die Meteore aus dem Apex-Bereich. Wer also Anfang Mai in südeuropäische Länder aufbricht, könnte ZHRs bis etwa 70 erwarten.

Neben den Eta-Aquariden beginnen die Eta-Lyriden (ELY) am 3.5. ihren kurzen Aktivitätszeitraum. Hier sind auch ideale Bedingungen für Beobachtungen gegeben, so dass erstmals der kurze Zeitraum bis zum 12.5. komplett verfolgt werden kann. Der Strom erreicht am 8.5. sein Maximum (Radiant bei a=287°, d=+44°). Die Raten sollten um 3 Meteore je Stunde liegen.

Wie in den Vormonaten bleibt auch im Mai die Antihelion-Quelle (ANT) aktiv. Ihr Schwerpunkt verlagert sich in den Bereich Schütze/Skorpion. Die Anzahl der beobachtbaren Meteore wird somit ebenfalls gering bleiben - gelegentlich treten helle Feuerkugeln auf.

In der zweiten Maihälfte verbessern sich aufgrund des abnehmenden Mondes die Beobachtungsbedingungen. Im erwähnten Zeitraum bleiben noch die Eta-Aquariden (ETA) bis zum 28.5. aktiv.

 
April 2008
Eta-Aquariden

Der April beginnt mit ähnlich geringen Raten wie im Vormonat. Weiterhin ist die Anthelion Quelle (ANT) aktiv, wobei der Radiant vom südlichen Virgobereich in die Libra wandert. Die stündliche Meteorausbeute erreicht maximal 3 bis 4 Meteore je Stunde. Gelegentlich können helle Feuerkugeln auftreten.

Wer eine Beobachtung durchführt kann sich aufgrund der geringen Raten mit jedem einzelnen Meteor intensiver beschäftigen sowie seine Eintragungsgenauigkeit verbessern. Für das entspannte Plotting bietet sich die erste Monatshälfte des April an.

Der Strom der Lyriden (LYR) beginnt am 16.4. ihre Aktivität. Der Zeitpunkt des Maximums (22.4.) fällt in diesem Jahr jedoch mit dem Vollmond (20.4.) zusammen, so dass die Bedingungen für erfolgreiche Beobachtungen nicht ideal sind. Wer trotzdem eine Beobachtung wagt, wird vielleicht einige wenige helle Lyriden registrieren können.

Die Eta-Aquariden (ETA) werden ab 19. April beobachtbar. Da der Neumond in diesem Jahr mit dem Maximum am 5.5. zusammenfällt, ergeben sich bei geeignetem Wetter ideale Beobachtungsbedingungen. Der Radiant erscheint erst in den frühen Morgenstunden über dem Horizont. In Mitteleuropa bleibt die Anzahl der sichtbaren Strommeteore selbst um das Maximum sehr gering (unter fünf in der letzten Stunde vor der Dämmerung), dazu kommen natürlich noch die Meteore aus dem Apex-Bereich. Wer also Anfang Mai in südeuropäische Länder aufbricht, könnte ZHRs bis etwa 70 erwarten.

 
März 2008
 

Nachdem bereits in der zweiten Februarhälfte die Raten durch nicht besondere Werte aufgefallen sind, setzt sich die Aktivität auf dem niedrigen Niveau des Vormonats fort.

Der Radiantschwerpunkt der Anthelion Quelle (ANT) verlagert sich in den Bereich Leo und wandert im März von Leo in den Bereich von Virgo und wird uns im März am Himmel weiterhin begleiten. Die ZHRs betragen ca. 3 Meteore je Stunde.

Mit den Delta-Leoniden (DLE) ist ein weiterer schwacher Strom noch bis zum 10.3. aktiv. Die Beobachtungsbedingungen sind sehr gut (Neumond am 7.3.), wobei aufgrund der geringen Raten (bis zu 2 Meteore je Stunde) angenehmes Plotting bei guten Wetterbedingungen zu einigen Daten führen sollte. Der Radiant befindet sich unweit des Oppositionsbereiches, so dass die gesamte Nacht für Beobachtungen genutzt werden kann.

 
Februar 2008
 

Als Monat für Meteorbeobachtungen fällt der Februar durch niedrige Raten auf. Die stündliche Rate wird bei guten Bedingungen kaum 5 Meteore übersteigen.

Der Radiantschwerpunkt der Anthelion Quelle (ANT) verlagert sich im Februar vom Bereich Krebs/Jungfrau in den Löwen. Die ZHRs betragen ca. 3 Meteore je Stunde.

In der zweiten Februarhälfte beginnen die Delta-Leoniden (DLE) ihre ebenfalls geringe Aktivität. Die Raten liegen kaum über 2 Meteore je Stunde - ein Maximum kann man daher auch nicht erwarten. Der in den Listen angegebene Termin (25.2.) ist lediglich Referenzdatum für die Radiantenposition. Der abnehmende Mond stört zwar die Beobachtung, jedoch sind in der ersten Nachthälfte der letzten Monatsdekade Beobachtungen wünschenswert.

Aufgrund der ähnlichen geozentrischen Geschwindigkeiten (DLE 23°/s, ANT 30°/s) ist eine genaue Stromzuordnung notwendig, so dass Plotting angesagt ist.

 
 
Januar 2008
 

Der erste Strom des Jahres, die Quadrantiden (QUA), bieten durch die Mondphase (Neumond am 8.1.) ideale Beobachtungsbedingungen. Das Maximum wird am 4.1. gegen 6h40m UT erreicht. Die ZHRs erreichen ca. 120 Meteore je Stunde, können aber auch zwischen 60 und 200 Meteore variieren. Für Beobachtungen in diesem kurzen Aktivitätszeitraum sollte man bevorzugt die zweite Nachthälfte wählen.

Die Anthelion-Quelle (ANT) verlagert ihren Radianten von Gemini/Cancer in die Leo-Region, wobei die Durchschnitts-ZHRs ca. 2 Meteore je Stunde betragen. Sie liegen damit wenig über dem sporadischen Hintergrund.

Der schon im letzten Jahr erwähnte interessante Zeitraum Ende Januar/Anfang Februar für eine mögliche Aktivität von kleineren Strömen mit Radianten in der Coma-Leo-Virgo-Region bietet aufgrund der Mondphase in diesem Jahr sehr gute Bedingungen für Beobachtungen.

 
 
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