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| News vom 02.08.2000 von Doris Unbehaun |
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Auf der Spur erdnaher Asteroiden! |
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Die Wissenschaftler sagen, dass das innere Sonnensystem ein gefährlicher Ort sei! Weil es nämlich immer wieder Kollisionen mit herumschwirrenden Kleinkörper geben wird, die - aus ihren ursprünglichen Bahnen herausgelenkt - der Erde sozusagen "in die Quere" kommen könnten. Eine neue Studie schätzt nun sowohl Anzahl der Kleinkörper als auch ihre orbitale Verteilung. Ausserdem wurden die Mechanismen untersucht, welche dafür verantwortlich sind, dass die Anzahl dieser Gesteinsklumpen nicht geringer wird, sondern ständig nachgefüllt werden. Als sogenannte "NEA's" ("Near Earth Asteroides") bezeichnet man die Trümmer, welche die Erde umschwirren; ihr Perihel (der sonnennächste Punkt) beträgt weniger als 1,3 Astronomische Einheiten und ihr Aphel (sonnenfernster Punkt) grösser als 0,983 AE. Die meisten von ihnen entstanden und entstehen auch noch heute durch Zusammenstöße von Asteroiden im Hauptgürtel. Einzelne Brocken lösen sich und driften in das innere Sonnensystem. Eine Studie von William F. Bottke jr. - vorgestellt in "Science" vom 23. Juni zeigt, wie diese Trümmer herumwandern und so auch in die dynamisch unstabilen Regionen gelangen, wo sie den Gravitationskräften des Mars, Jupiters und des Saturn ausgesetzt sind. Bottke fand heraus, dass das ständige, sanfte Zerren der grossen Planeten drei sogenannte Zwischenquellen für NEA's schafft: Jene, die in einer 3:1 Resonanz mit Jupiter stehen, Asteroiden, deren Umlaufbahnen von der orbitalen Präzession von Jupiter und Saturn betroffen sind und drittens jene, welche nahe dem Hauptgürtel der Marskreuzungsumlaufbahnen liegen. Bottke entdeckte ausserdem, dass ein "normaler" Asteroid etwa zwei bis sechs Millionen Jahre braucht, um zu einem NEA zu werden. Die Bottke Studie nimmt an, dass etwa 910 NEA's mit Durchmessern von einem Kilometer oder grösser sich derzeit auf potentiellem Crashkurs zur Erde bewegen. Das wäre ungefähr die Hälfte der von den Astronomen bisher veranschlagten Menge. Allerdings ist die Schätzung um ein Drittel höher als die kürzlich veröffentlichte Studie von David L. Rabinowitz (Yale Universität), welche am 13. Januar in der Wissenschaftszeitschrift "Nature" erschienen war. Die damalige Studie basierte auf einer Statistik von Entdeckungen durch NEAT ("Near Earth Asteroid Tracking") und der Spacewatch Suchprogramme. Auf unten angegebener Quelle zeigt das rechte Bild eine künstlerische Vision, wie man sich die katastrophalen Auswirkungen eines Asteroidenaufpralls auf die Erde vorzustellen hat. Bereits der Aufprall würde alles Leben in einem grossen Umkreis vernichten, die sekundären Folgen würden weitere riesige Gebiete der Erde unbewohnbar machen. Quelle: |
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