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| News vom 10.08.2000 von Doris Unbehaun |
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Sternschnuppen! |
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Wie in jedem Jahr Mitte August steht den Himmels- und Naturbeobachtern ein besonderer Leckerbissen bevor, die langen Beobachtungsnächte der Perseiden-Sternschnuppen! Dieses jährliche Ereignis findet zwischen dem 9. und dem 13. August statt. Das Maximum wird für die Nacht von Freitag auf Samstag erwartet, die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 und 04 Uhr. Leider wird der zunehmende Mond diesen Genuß etwas trüben und die oben genannte Zeit einschränken. Monduntergang ist gegen 2:20 h MESZ, erst dann wird der Himmel dunkel genug sein, um auch schwächere Sternschnuppen beobachten zu können. Bis zu 50 Sternschnuppen in der Stunde werden erwartet. Allerdings ist man bei der Meteorvorhersage nie vor Überraschungen (im positiven wie im negativen Sinne) geschützt. Zur Beobachtung von Sternschnuppen benötigt man kein Teleskop und keinen Feldstecher. Allerdings sollte man sich warm einpacken und ein Gebiet aufsuchen, wo keine Lichter einer nahen Stadt stören. Mit Hilfe eines Liegestuhls und einer Thermoskanne voll heißem Kaffee ist die Wartezeit auch gut überbrückbar und so gewappnet lässt sich das himmlische Spektakel bestens genießen. Wer Sternschnuppen fotografieren möchte, der verwende ein Stativ, eine Kamera mit Normal- oder leichtem Weitwinkelobjektiv sowie einen Drahtauslöser. Damit können die Aufnahmen wackelfrei gestartet und nach 10 bis 30 Minuten gestoppt werden. Als Film kann man jedes herkömmliche Produkt verwenden, von 100, 200 oder 400 ASA. Das Material der Sternschnuppen oder Meteore stammt aus Kometen. In periodischen Zeitabständen tauchen diese aus den weit entfernten Gebieten unseres Sonnensystems auf und bewegen sich auf elliptischen Bahnen um die Sonne. Ein solcher Komet ist ein "schmutziger Schneeball", er besteht aus Eis, Gasen und Staubteilchen. Bei Annäherung an die Sonne sublimiert das Eis, Gase und Staubteilchen werden freigesetzt und bilden die fotogenen Schweife des Kometen. Der Staub aus dem Kometen markiert also die Bahn des Kometen rund um die Sonne. Wandert nun die Erde im Laufe eines Jahres auf ihrer Bahn um die Sonne, bewegt sie sich durch diese "Schmutzstraße" des Kometen. Die Staubkörnchen prallen auf unsere Atmosphäre, die dadurch komprimiert wird, die Luftmoleküle werden erhitzt, Staub und Moleküle glühen auf. Diese Erscheinung nennen wir Meteore oder Sternschnuppen. Die Körnchen sind dabei so winzig, dass sie meist verdampfen. Verlängert man die Leuchtspuren der Meteore rückwärts, treffen sich die gedachten Linien in einem Punkt, dem sogenannten Radianten. Der Radiant ist quasi der Punkt, wo die Sternschnuppen herzukommen scheinen. Das ist natürlich nur ein optischer Eindruck, tatsächlich rasen die Staubpartikel parallel auf die Erde zu. Der Radiant der Perseiden liegt im Sternbild Perseus (daher der Name Perseiden), in der Nähe des mit bloßem Auge sichtbaren Doppelsternhaufens h und Chi. Sternschnuppenspuren kann man jedoch verstreut über den ganzen Himmel sehen. Alljährlich durchläuft unsere Erde mehrere solcher Kometenbahnen und deshalb gibt es viele Sternschnuppenströme, sie sind voraus berechenbar und fix. Wir kennen die Perseiden, Lyriden (Sternbild Lyra), Orioniden (Sternbild Orion), Leoniden (Sternbild Leo), Geminiden (Sternbild Gemini) und viele mehr. Der Volksmund nennt den Sternschnuppenschwarm der Perseiden auch die Laurentiustränen. Am 10. August 258 wurde auf Befehl des Kaisers Valerian der Mönch Laurentius auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert. Nun noch einige Begriffserklärungen: Meteor ist eine am Himmel zu beobachtende Leuchterscheinung, im
Volksmund auch Sternschnuppe genannt. Der Name stammt übrigens aus dem
mittel- und norddeutschen Sprachraum, wo man einen verkohlten Docht auch als
Schnuppe bezeichnet. Boliden oder Feuerkugeln sind besonders
leuchtkräftige Meteore. Über Meteore gibt es viele URL's, hier sind einige aufgelistet: International Meteor Organization:http://www.imo.net/ |
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