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| Methanregen auf dem Titan! |
| 23.08.2000, Doris Unbehaun |
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Astronomen haben auf der Tagung der IAU in Manchester (England) Aufnahmen gezeigt, die vermuten lassen, daß sich auf Titan, dem größten Mond Saturns große Methaneisgebiete befinden. Die Aufnahmen, veröffentlicht von Athena Coustenis und ihrem Team des Pariser Meudon Observatoriums zeigen deutlich drei helle Regionen, welche sich im Bereich Äquators des Mondes befinden. Die Aufnahmen wurden mit dem kanadisch-französischen Teleskop auf Mauna Kea (Hawaii) gewonnen. Verwendet wurde eine Infrarotkamera sowie ein Adaptives System, welches schärfere Bilder erlaubt. Mit Hilfe von Infrarotaufnahmen können die Astronomen durch die Wolken des Titan hindurchspähen; im optischen Bereich erlauben die Wolken keinen Blick auf die Oberfläche des zweitgrößten Mondes unseres Sonnensystems. Es sind nicht die ersten Bilder der Oberfläche von Titan, im letzten Jahr wurden auf dem Keck Observatorium ebenfalls Bilder gemacht, welche das riesige Plateau und die Flecken zeigen. Schon damals wurde die Vermutung geäußert, daß es sich um Ozeane aus flüssigem Kohlenstoff handeln könne. Die ersten Aufnahmen der Titanoberfläche waren 1994 vom Weltraumteleskop Hubble geschossen worden. Peter Smith, Planetenwissenschaftler der Universität Arizona, der an diesen Entdeckungen beteiligt ist, glaubt ebenfalls, daß diese Strukturen aus solidem Methaneis bestehen: "Es gibt viel Wassereis auf Titan und bei -200° Celsius ist es so hart wie Granit, man könnte riesige Gebirge daraus anfertigen" sagte er. Smith glaubt, daß die hellen Regionen einen großen Bereich an Eisbergen darstellt. Vermutlich bläst ein konstanter Wind feuchte Luft herbei und die Wolken über den Gipfeln lassen Methanregen fallen, welcher neues Eis auf den Bergen bildet. Und den "Neuschnee" sehen wir als helle Bereiche. Eine endgültige Antwort wird es vermutlich erst im Jahr 2004 geben, wenn "Cassini" seine in Europa gefertigte Sonde Huygens aussetzen und in die Atmosphäre von Titan eintauchen lässt. Gegenwärtig wird als Ziel von Huygens die westliche Kante der hellen Gebirgsregion gehandelt. "Wir hoffen, daß die Sonde möglichst weit westwärts geblasen wird, so nahe wie möglich an diese hellen Regionen heran", so Smith. Eine der wissenschaftlichen Instrumente von Huygens ist ein kompletter Satz Spektrometer, die Methan auf der Oberfläche und in der Atmosphäre analysieren werden. Diese Untersuchungen werden scheibchenweise das Methan in der Atmosphäre untersuchen, von oben bis hinunter zur Oberfläche. "Diese Informationen, die wir aus diesen Bildern erhalten, werden phantastisch sein." Die neuen Bilder von Titans Oberfläche findet man unter: http://despa.obspm.fr/planeto/titan_pueo.html Quelle: |
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