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| Großer Meteorit in Mittelhessen eingeschlagen? |
| 02.09.2000, Doris Unbehaun |
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Hallo, Astro-Freunde, in der Nacht vom Sonntag, dem 27.8.2000 zum Montag, befuhr ich nachts mit dem PKW die Autobahn zwischen Kassel und Fritzlar in südwestlicher Richtung. Der Himmel war zu ca. 95% total bedeckt, es war regnerisch, nur sehr vereinzelt sah man also Wolkenlöcher, sogar mit klarer Sicht zu einzelnen Sternen. Als ich mich in Höhe etwa 5 km südwestlich Gudensberg befand, sah ich in der Zeit um 23.01 bis höchstens 23.03 Uhr (Digitaluhr!) in zwei sehr kleinen Wolkenlöchern in der Ferne (in ca. 30°-Winkel über dem Horizont) in Sekundenbruchteilen ein grell weiß leuchtendes ziemlich großes Objekt, das sich mit großer Geschwindigkeit steil fast senkrecht nach unten bewegte (vergleichsweise im Zifferblatt einer Uhr "von 11 bis 5 Uhr"). Ich vermute, dass es sich um einen besonders großen Meteoriten handelte. Die Leuchtkraft war weit höher als bei den meisten Meteoriten ("Sternschnuppen"). Das Objekt müsste also nicht verglüht, sondern irgendwo auf der Erdoberfläche eingeschlagen sein, wenn es knapp über der Erdoberfläche noch so groß war. Der Ort lässt sich wegen des extrem kleinen Beobachtungswinkels schlecht einschätzen. Vom Beobachtungspunkt aus könnte es in südlicher Richtung gewesen sein, vielleicht im trapezförmig begrenzten weiten Gebiet zwischen Borken und Homberg/KS (Nordgrenze), Stadtallendorf und Lauterbach (Südgrenze)? Oder viel weiter weg? Verwechslung mit einem Blitz? Im weiteren Verlauf meiner Fahrt gab es ca. 15 min später in südlicher Richtung in der Ferne tatsächlich auch ein Gewitter zu beobachten. Deren Blitze ließen aber die Wolken deutlich diffus aufleuchten. Dies war beim vermuteten Meteoriten klar nicht der Fall, was darauf schließen lässt, dass der durch die Wolkenlöcher beobachtete Feuerball eher weit entfernt von der lokalen Bewölkung gewesen sein muss. Jede starke Leuchterscheinung, die nahe an den Wolkenlöchern gewesen wäre, hätte zumindest die Wolkenränder aufleuchten lassen, gleichgültig ob Blitz oder Meteorit. Um einen Blitz dürfte es sich aber keines Falls gehandelt haben. Ein Gewitter gab es zu diesem Zeitpunkt in der Gegend nicht. Wäre es dennoch ein Einzelblitz gewesen, was nicht ausgeschlossen ist, und nahe bei den beobachteten Wolkenlöchern aufgetreten, dann hätten die Wolkenränder aufgeleuchtet. Wäre er sehr fern gewesen, dann müsste er ohne Bezug zu Wolken in größerer Höhe vor fernem klarem Sternenhimmel erschienen sein, der ja durch die Wolkenlöcher zu sehen war. Blitze vor klarem Himmel sind zwar in seltenen Fällen denkbar, wenn Gewitterwolken in der Nähe sind, doch sah die Leuchterscheinung ganz anders aus als ein Blitz, der ja bekanntlich auch einige Augenblicke hin und her gezuckt. Gibt es Hinweise auch von anderen Beobachtern? Melden Sie bitte Ihre Beobachtungen, senden Sie diese an Astronomie.de oder an untenstehenden Autor. Mit freundlichen Grüßen E. Zimmermann
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