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| IMAGE beobachtet irdische Polarlichter vomWeltraum aus! | ||||
| 27.10.2001, Doris Unbehaun | ||||
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Der im März dieses Jahres gestartete NASA "Imager for Magnetopause-to-Aurora-Global-Exploration IMAGE" hat beeindruckende Videoaufnahmen von irdischen Polarlichtern vom Weltall aus aufgenommen. Die Wissenschaftler der Berkeley Universität in Kalifornien nutzten einen spektakulären geomagnetischen Sturm der Sonne, bei dem immense Mengen an Plasma in die atmosphärischen Schichten der Erde eindrangen und besonders heftige Polarlichter zu beobachten waren. Das Video entstand am 14. und 15. Juli diesen Jahres.
Treffen hochenergetische, geladene Partikel, die von der Sonne radial ausgestossen werden (der sog. Sonnenwind), auf unsere Atmosphäre, werden deren Atome angeregt und zum Leuchten gebracht. Da das Magnetfeld der Erde den Sonnenwind ablenkt, treten diese Leuchterscheinungen gewöhnlich nur in Polnähe auf. Die farbigen Leuchterscheinungen - auf der nördlichen Halbkugel nennt man sie "Nordlichter" oder "Aurora Borealis"- treten meist zu Zeiten erhöhter Sonnenaktivität auf. Wir befinden uns derzeit im Maximum des 11 Jahre währenden Sonnenzyklus. Bei solchen magnetischen Stürmen kommt es nicht nur zu den optisch schönen Polarlichtern, sondern u.A. auch zu Ausfällen bei Kommunikationssatelliten oder Flugzeugradar. Deshalb ist es verständlich, dass man nach Möglichkeiten sucht, diese Stürme vorhersagen zu können. Der Sonnenwind benötigt zur Erde etwa 100 Stunden. Rechtzeitige Warnungen an alle betroffenen Institutionen ist also möglich.
IMAGE ist der erste Satellit, der ständig die gesamte Magnetosphäre der Erde beobachtet. Aus diesem Grund liegt er auf einem extrem exzentrischen Orbit, so dass es mal weit von der Erde das gesamte Umfeld beobachten kann und dann ist er wieder so nahe, dass fluoreszendierendes Plasma von den Kameras aufgenommen werden kann. So sind zum ersten Mal aus Sicht des Weltraums ein beeindruckendes Video über Polarlichter entstanden. Ein Mitreisender auf IMAGE würde den exzentrischen Orbit des Satelliten wie oben auf dem Video empfinden, mal weit weg im All, dann wieder ganz nahe an der Erde. |
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