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| Gasausbruch in Galaxie NGC 6822! | ||
| 12.01.2001, Uwe Lennartz | ||
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Bei Hubble-"X", so wurde die Aufnahme genannt, handelt es sich um eine leuchtende Gaswolke, eine der hauptsächlich aktiven Sternengeburtsstätten in der Galaxie NGC 6822. Die Bezeichnung "X" bezieht sich allerdings nicht auf die Form der Gaswolke, sondern leitet sich aus einem Katalog her, in dem die Objekte in dieser Galaxie aufgeführt sind. Die Galaxie selbst ist 1.630.000 Lichtjahre von uns entfernt. Sie ist im Sternbild Sagittarius zu finden und gehört zur lokalen Gruppe unserer eigenen Galaxie. Die Sternenformation in Hubble-X entstand vor ungefähr 4 Millionen Jahren, ein verhältnismäßig kleiner Zeitraum in Bezug auf das alter des Universums, daß auf ungefähr 10 Milliarden Jahre geschätzt wird. Das Bild zeigt eine nahezu kreisrunde helle Gaswolke im Kern. Der Durchmesser dieser Wolke beträgt knapp 110 Lichtjahre und enthält Tausende neu entstandene Sterne, die sich in einem zentralen Bereich gesammelt haben. Die hellsten dieser Sterne sind im Hubble-Bild leicht als helle weiße Punkte zu erkennen.
Sterne entstehen immer in Gruppen, aus interstellarer Materie. Nach dem Beginn der Kernfusion werden die übriggeblieben Materiewolken durch die intensive ultraviolette Strahlung der Sterne zum Leuchten angeregt, so wie in Hubble-X. Stellare Winde und Gasausbrüche zerstreuen anschließend die Restmaterie, so das die Entstehung weiterer Sterne nicht mehr möglich ist. Hubble-X ist um ein vielfaches heller und größer als der Orion-Nebel, bei dem es sich um die hellste Sternenformation in unserer eigenen Galaxie handelt. Die kleine Wolke unter Hubble-X, die selbst vom HST kaum aufgelöst werden kann, hat ungefähr dieselbe Größe und Form wie der Orion-Nebel. Die Gaswolken in NGC 6822 faszinieren die Astronomen seit ihrer Entdeckung durch E.E. Barnard im Jahre 1881 immer wieder. Edwin P. Hubble, nach dem auch das HST benannt ist, benutzte das 100-Zoll Teleskop im Mount Wilson Observatorium um erste detaillierte Aufnahmen von NGC 6822 zu machen. Das Hubble-Bild zeigt Details, die zu fein sind, als dass sie von einem Teleskop auf der Erde aufgelöst werden könnten. |
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| Quellen:
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