|
|
| Astronomie.de der Treffpunkt für Astronomie |
| Bohrung im Chicxulub-Krater | ||
|
Copyright (C)
Dr. Hans Zekl |
||
|
Für 180 Millionen Jahre - von der Trias bis zur Kreidezeit waren sie die die Herrscher der Welt, die Dinosaurier. Dennoch verschwanden sie in geologischen Zeitmaßstäben gesehen vor 65 Millionen Jahren plötzlich von der Bildfläche und die Blütezeit der Säugetiere begann. Das Rätsel um ihr Aussterben war umso größer, weil mit ihnen nahezu 90% der damals existierenden marinen Arten und 56% der Arten an Land ebenfalls ausstarben. Es mußte etwas sein, daß globale Auswirkungen hatte. Verschiedenste Theorien wurden aufgestellt. Die 3 wichtigsten sind
In den letzten Jahren wurde besonders die Theorie eines Meteoriteneinschlags favorisiert, die 1980 von dem Nobelpreisträger Luis Alvarez und seinem Sohn Walter aufgestellt wurde. Diese Hypothese basierte auf anomal hohen Iridium-Konzentrationen an verschiedenen Stellen der Erde, die in Schichten an der Kreide-Tertiär-Grenze zu finden sind. Während Untersuchungen nach möglichen Erdölvorkommen im nördlichen Yukatan identifizerten Geologen der mexikanischen Ölgesellschaft PEMEX 1981 eine Struktur bei dem Dorf Chicxulub als möglichen Einschlagskrater. |
||
Große Teile des Kraters befinden sich unter der Meeresoberfläche. Quelle: GFZ Potsdam |
||
nach magnetischen und Schwerefeldmessungen. Quelle: GFZ Potsdam |
||
|
Später wurde die 180 km durchmessende Struktur als Einschlagskrater eines gewaltigen Planetoiden oder Kometen (> 10 km) identifiziert. Genauere Erkenntnisse soll nun das internationale Bohrprojekt Chicxulub Scientific Drilling Project (CSDP) liefern, daß unter der Federführung des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) durchgeführt wird. An diesem Projekt sind Wissenschaftler von Universitäten in Mexiko, den Niederlanden, USA und Deutschland beteiligt. Um die gewünschten Daten zu erhalten, wird ein 4,5 km tiefes Loch im westlichen Teil des Kraters gebohrt. Die Bohrstelle liegt 40 km südwestlich der Provinzhauptstadt Merida. Bohrbeginn war am 12. Dezember 2001. Es wird erwarted, daß man in einer Tiefe von 550 bis 700 m auf Trümmergestein im Krater stößt. Den felsigen Untergrund des Kontinentalschelfs erwartet man in 1200 bis 2000 m Tiefe. Nach einer Bohrzeit von nur einem Monat stieß das Forschungsteam am 12. Januar 2002 in einer Tiefe von 795 m auf die ersten Trümmergesteine, sogenannte Brekzien. |
||
| [ Hauptseite ] |
|
[ Kontakt ] |
|
[ Copyright ] |
|
[ Alte News ] |