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Schließung der Sternwarte Sonneberg durch Übernahme in private Trägerschaft in letzter Minute abgewendet |
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Pressemitteilung 01/2004 |
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| von Thomas
Weber, Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg |
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Seither haben sich Landkreis und Stadt Sonneberg - für die Weiterführung der wissenschaftlichen Arbeit anfangs auch der Freistaat Thüringen und sogar der Freistaat Bayern - finanziell engagiert. Ein erheblicher Teil des Haushalts der Sternwarte konnte durch Mithilfe von Sponsoren finanziert werden. Im Gegenzug öffnete die Sternwarte in noch weit größerer Form als früher ihre Pforten für die interessierte Öffentlichkeit. Im früheren Hauptgebäude entstand ein in Deutschland einzigartiges und vielbeachtetes Astronomiemuseum.
Da in Sonneberg touristisch wie kulturell künftig offensichtlich andere Schwerpunkte gesetzt werden sollen, haben Stadt und Landkreis wissen lassen, dass sie sich ab 2004 nicht mehr in der Lage sehen, die traditionsreiche Einrichtung im - bisher ohnehin bescheidenen - Umfang weiter zu unterstützen. Das hätte diesmal eine Schließung der Sternwarte Sonneberg auf immer zur Folge gehabt. Dass es dazu nicht kommen wird, ist dem Mut und dem Idealismus von Sonneberger Astronomen und von Freunden der Sternwarte zu verdanken, die im Jahre 2000 als Spin-off der Sternwarte die "4pi Systeme - Gesellschaft für Astronomie und Informationstechnologie mbH" gründeten, eine Firma, die sich mit der Softwareentwicklung für astronomische Spezialfernrohre befasst, ihren Sitz auf dem Gelände der Sternwarte hat und inzwischen zwölf Mitarbeiter beschäftigt. Dieses junge Unternehmen erbot sich, die Sternwarte weiterzuführen. Auf der Grundlage eines kurz vor Jahresende 2003 mit dem "Zweckverband Sternwarte Sonneberg" unterzeichneten Vertrages wird "4pi" künftig sowohl für die wissenschaftliche Arbeit des Instituts als auch für das Astronomiemuseum auf dem Erbisbühl verantwortlich sein. Diese mit der Stadt Sonneberg, dem Landkreis und dem Thüringer Wissenschaftsministerium einvernehmlich gefundene Lösung, bedeutet, dass
Dass eine Sternwarte von staatlichen Institutionen, von Stiftungen oder wissenschaftlichen Gesellschaften betrieben wird, ist die Normalität. Dass aber ein kleines Spezialunternehmen für eine traditionsreiche Sternwarte die nicht eben risikoarme Verantwortung übernimmt, ist bemerkenswert und vermutlich sogar einmalig. Eine private Initiative machte dies möglich. Der bereits bestehende Verein der "Freunde der Sternwarte Sonneberg e.V" wird den neuen Träger im Rahmen seiner Möglichkeiten voll unterstützen. Weitere Freunde der Astronomie, Förderer und Geldgeber wären für den dauerhaften Erhalt des astronomischen Standorts Sonneberg hochwillkommen. Dr. Peter Kroll Gesellschaft für Astronomie und Informationstechnologie mbH
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